UIM

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Die unverwechselbare Identifikationsmarke UIM ist seit 2010 eine Anwendernorm nach DIN 66401 für kleinste Produktmarkierungen mit Hilfe von Matrix-Symbologien.[1] Sie ist ein Standard im EHIBCC (European Health Industry Business Communication Council) System. EHIBCC ist als weltweit agierender Mitgliederverband verantwortliche Vergabestelle für unverwechselbare Firmencodes nach ISO/IEC 1549.

Verwendungszweck

UIM definiert die Markierung von Kleinsteilen mit Hilfe von Matrix-Codes, die einen unikaten Healthcare Barcode (HIBC), bzw. eine unikate Seriennummer tragen. Somit dient sie vorwiegend der eindeutigen automatischen Identifizierung von z.B. chirurgischen Instrumenten, Probe- und Reagenzröhrchen, Teststreifen, etc. Das Aufbringen kann durch verschiedene Möglichkeiten erfolgen, eine gängige Methode ist das Lasern. Zur Sicherstellung der Kompatibilität werden dabei die relevanten ISO/IEC-Normen für Datenstrukturen und Symbologien herangezogen.

Durch die Medizinprodukterichtlinie 93/42 EWG und das Medizinproduktegesetz in Deutschland wird eine Produktkennzeichnung, sowie externe und interne Rückverfolgbarkeit verlangt.[2] Hinsichtlich Kennzeichnung und Rückverfolgung kann dies mit Hilfe der UIM abgedeckt werden.

Aktuelle Version

Nicht versionisiert.

Internationale und nationale Verwendung

Die UIM stellt eine Ergänzung des HIBC-Standards für Kleinstprodukte dar und ist in den globalen Lösungen eindeutiger Identifikation eingebunden. Der HIBC hat weltweite Verbreitung in der Medizintechnik. Neben Medizinprodukten werden auch Dentalprodukte zu über 90% mit dem HIBC identifiziert. Weitere Anwendungsmöglichkeiten finden sich auf pharmazeutischen Produkten, Röntgenfilmen, Chemieprodukten, etc. Es findet auch eine branchenübergreifende Anwendung statt, z.B. Gesundheitswesen, Feinmechanik/ Optik, Chemische Industrie, Elektronikindustrie, etc.[3]

Aufbau (mit Beispielen)

Die Grundlage der UIM bildet der komprimierte Dateninhalt eines Health Industry Barcodes. Der HIBC-Standard wurde 1984 in den USA und 1987 in Europa eingeführt und verbindet Produktcode mit Chargenbezeichnung, Verfalldaten und Zusatzinformationen. Die unikate Seriennummer enthält lediglich Informationen über die registrierte Firmenkennung und die Seriennummer, ohne Angaben über Charge, Verfallsdatum, etc.

Folgende ISO-Regeln sorgen für die Unverwechselbarkeit der Codes:

  • ISO/IEC 15418 Data Identifier wird an den Anfang gesetzt:
    Die Datenstruktur beginnt beim HIBC mit dem genormten Systemidentifikator „+“.
    Der unikaten Seriennummer geht der Datenidentifikator „25s“ voraus.
  • HIBC-Verbandskennung (Issuing Agency Code "LH") hinzufügen
  • HIBC-Firmenkennung (Labeler Identification Code "LIC") hinzufügen
    Jeder Hersteller erhält als Verbandsmitglied seine eigene Kennung. Diese alphanumerische Nummer ist
    in der HIBC-Struktur 4-stellig, wobei die erste Stelle immer ein Buchstabe ist.
  • Seriennummer des Instrumentes, numerisch oder alphanumerisch

Folgende Matrix-Symbologien werden genutzt:

  • DataMatrix gemäß ISO/IEC 16022; ECC 200
  • QR-Code nach ISO/IEC 18004

Die Größe eines Matrixcodes soll 2,8 x 2,8 mm nicht unterschreiten. Sie beschränkt die maximal mögliche Datenkapazität der Codierung.

Die Prüfung der Druckqualität kann für Standardsymbole nach "ISO/IEC 15415 Bar Code Symbol Print Quality Test Specification/ two dimensional symbols" vorgenommen werden.

Lizenzkosten

Gegen Lizenzgebühren, die sich nach der Unternehmensgröße richten, kann eine Mitgliedschaft bei EHIBCC beantragt werden. Darin enthalten ist der Firmencode (Labeler Identification Code -LIC) und die technischen Spezifikationen, Richtlinien und Empfehlungen für Barcode und RFID.[4]

Einzelnachweis

  1. DIN. Deutsches Institut für Normung e.V. Abgerufen am 12. Februar 2013 von http://www.nia.din.de/cmd?subcommitteeid=54773446&level=tpl-art-detailansicht&contextid=nia&committeeid=54738935&artid=136918209&bcrumblevel=1&languageid=en&print=true
  2. HIBC. Abgerufen am 18. Februar 2013 von http://www.hibc.de/images/docs/HIBC_RichtlinienEmpfehlungen-Rev120509.pdf
  3. HIBC. Abgerufen am 18. Februar 2013 von http://www.hibc.de/images/docs/HIBC_RichtlinienEmpfehlungen-Rev120509.pdf
  4. EHIBC. European Health Industry Business Communication Council. Abgerufen am 12. Februar 2013 von http://www.hibc.de/index.php?option=com_content&view=article&id=81%3Auim-spezifikation&catid=19%3Adokumente&Itemid=5&lang=de