NTIN

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Die National Trade Item Number ist ein Identifikationsstandard des GS1-Systems, der eigens für die Verifizierung von Arzneimittelprodukten entwickelt wurde. Die NTIN wird aus der 8-stelligen PZN generiert. Der pharmazeutische Hersteller kann sich zwischen der NTIN und der PPN unter Berücksichtigung der jeweiligen Lizenzbedingungen entscheiden.[1]

Verwendungszweck

Die NTIN dient der Produktidentifikation von Arzneimittelprodukten. Sie bettet die PZN unter Verwendung eines GS1-Länderpräfixes in eine internationale Identifikationsnummer ein. So wird die PZN als eine deutsche Lösung in ein globales Standard-Konzept integriert.[2]

Aktuelle Version

Nicht versionisiert.

Internationale und nationale Verwendung

19 europäische Länder arbeiten mit der NTIN.[3]

Durch die europäische Richtlinie 2011/62/EU vom 8. Juni 2011 veranlasst, haben die führenden deutschen Bundesverbände, ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände), BAH (Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V.), BPI (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.), PHAGRO (Bundesverband des Pharmazeutischen Großhandels – PHAGRO - e.V.) und vfa (Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.) den Verein „securPharm e.V.“ gegründet, um ein Konzept zur betrieblichen Umsetzung der Verifizierungsvorschriften zu entwickeln und insbesondere in einem Pilotversuch zu erproben. Der Pilotversuch ist für 2013 vorgesehen für die Dauer von drei Monaten. Deutschlandweit ist das Projekt eingeführt.

Aufbau (mit Beispielen)

In Deutschland werden Pharmazeutika mit der Pharmazentralnummer (PZN) identifiziert. Die PZN wird zentral von der IFA GmbH als Registrierungsstelle für alle apothekenüblichen Produkte vergeben. Die PZN ist eine 8-stellige Nummer, die im Barcodeformat Code 39 codiert wird. Die NTIN bezeichnet die Integration der PZN in das GTIN-Format.[4]

Abbildung 1: Aufbau NTIN

Die NTIN wird durch Voranstellen einer Null auf ein 14-stelliges Format gebracht und mit dem Datenbezeichner „01“ im GS1 DataMatrix codiert. Das GS1-Datenbezeichnerkonzept dient dazu, dass mehrere Informationen in einem Code verschlüsselt und von jedem Handelspartner eindeutig gelesen und interpretiert werden können. Es basiert auf einer exakten Definition von Datenelementen aller relevanten Informationen (z. B. Seriennummer, Verfallsdatum), der Festlegung ihrer Formate und der Zuweisung qualifizierender Datenbezeichner (DB). Eingesetzt wird das GS1-Datenbezeichnerkonzept u. a. in der geschützten GS1-Symbologie GS1 DataMatrix.[5]

Lizenzkosten

Die Nutzung der GS1-NTIN ist für Unternehmen, die GS1 Complete-Kunde sind, dauerhaft kostenlos. Für Unternehmen, die GS1 Complete noch nicht nutzen, ist die GS1-NTIN für die Dauer des Piloten kostenfrei.[6]

Einzelnachweis