LANR

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Die lebenslange Arztnummer (LANR) löste, gemeinsam mit der Betriebsstättennummer (BSNR), zum 1. Juli 2008 die bisherige Arztnummer (ANR) ab. Seitdem müssen alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten bei der Abrechnung von Leistungen die zwei jeweils neunstelligen Nummern angeben. Grundlage für die Nummernvergabe ist die Richtlinie der KBV zur Vergabe der Arzt- und Betriebsstättennummern (§ 75 Abs. 7 Fünftes Sozialgesetzbuch). [1]

Verwendungszweck

Die lebenslange Arztnummer ist eine bundesweit eindeutige und lebenslang gültige persönliche Nummer, die an alle vertragsärztlich tätigen Ärzte und Psychotherapeuten von der Kassenärztlichen Vereinigung vergeben wird, in deren Bereich der Arzt (unberührt von seinem Status) erstmals im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung tätig wird. Die LANR ist unter anderem notwendig, um Arztfälle zuordnen und Genehmigungen für personengebundene qualitätsgesicherter Leistungen erteilen zu können. Die LANR wird somit auf jedem Kassenformular (zusammen mit der BSNR) im Personalienfeld mit eingedruckt. Das Praxisverwaltungssystem ergänzt jede abgerechnete Gebührenordnungsnummer seit dem 1. Juli 2008 automatisch um die LANR sowie die BSNR des jeweiligen Tätigkeitsorts. Folglich werden auch die Abrechnungsformulare mit diesen Nummern versehen.[2][3]

Aktuelle Version

Nicht versionisiert.

Internationale und nationale Verwendung

Nach §75 SGB V erhält in Deutschland jeder an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Arzt und Psychotherapeut eine LANR.

Aufbau (mit Beispielen)

Die ersten sieben der insgesamt neun Stellen der LANR gelten lebenslang für die gesamte vertragsärztliche Tätigkeit. Sie sind KV-übergreifend, unabhängig vom Status, der Zugehörigkeit zu Berufsausübungsgemeinschaften und dem Tätigkeitsort. Die achte und neunte Stelle der LANR geben das Fachgebiet des Arztes an. Diese Angabe ändert sich, wenn der Arzt seinen Tätigkeitsschwerpunkt wechselt. [4]

Abbildung 1: Aufbau LANR

Die Generierung der ersten sieben Ziffern der LANR und die Festlegung der Systematik des Arztgruppenschlüssels obliegen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.[5]

Lizenzkosten

Der Aufwand und die Kosten wurden von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die Ärzte geringgehalten. Es musste lediglich zum Stichtag am 01. Juli 2008 die Praxissoftware geändert werden um die LANR einzubinden.[6]

Einzelnachweis

  1. KBV, KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung. Abgerufen am 18. Juli 2013 von http://www.kbv.de/themen/12301.html
  2. KBV, KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung. Abgerufen am 18. Juli 2013 von http://www.kbv.de/themen/12301.html
  3. KBV, Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Abgerufen am 24. Juli 2013 von http://daris.kbv.de/daris/doccontent.dll?LibraryName=EXTDARIS^DMSSLAVE&SystemType=2&LogonId=8fd868a81fef47564abf6dacd84e873e&DocId=003756891&Page=1
  4. KBV, KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung. Abgerufen am 18. Juli 2013 von http://www.kbv.de/themen/12301.html
  5. KBV, Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Abgerufen am 24. Juli 2013 von http://daris.kbv.de/daris/doccontent.dll?LibraryName=EXTDARIS^DMSSLAVE&SystemType=2&LogonId=8fd868a81fef47564abf6dacd84e873e&DocId=003756891&Page=1
  6. KBV, KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung. Abgerufen am 18. Juli 2013 von http://www.kbv.de/themen/12301.html