ISO TR 12300

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Dieser Technical Report wurde durch das ISO Technical Committee 215 entwickelt und ist am 15.11.2014 erschienen.

Verwendungszweck

Der Standard beschreibt den Vorgang des Mappings von Terminologien auf Klassifikationen und gilt als Richtlinie zum korrekten Mappen zwischen den Terminologien im Gesundheitswesen.

Aktuelle Version

2014 wurde die Edition 1 des ISO TR 12300 veröffentlicht.

Internationale und nationale Verwendung

Der ISO 12300 Standard wird voraussichtlich durchgängig nationale und internationale Verwendung finden.

Aufbau (mit Beispielen)

Im vorliegenden Draft werden die grundlegenden Entscheidungen für den Einsatz von Mappings erläutert. Diese können neben der Unterstützung der Interoperabilität zwischen den Systemen und Organisationen auch die Wiederverwendung von Daten für eine sekundäre Nutzung sein.

Die Prinzipien des Mappings zwischen Terminologien werden im Allgemeinen mit 20 Prinzipien beschrieben. So sollte beispielsweise gleichzeitig mit jeder Map ein Hilfestellungsdokument erstellt werden, welches den Gebrauch und die Installation unterstützen soll. Ein weiteres Prinzip für die Erstellung von Maps ist die kontinuierliche Verbesserung des Ablaufprozesses.

Um die Effektivität der Maps zu überprüfen stehen Qualitätsindikatoren zur Verfügung. In einer Decision Making Matrix werden die Map Charakteristiken den Qualitätsindikatoren, Kostenindikatoren und dem Clinical Risk gegenübergestellt und auf einer Range von „High“ bis „Low“ bewertet.

Tabelle 1: Decision Making Matrix

Für die Herstellung und Wartung derartiger Mappings muss jeder getätigte Schritt des Mapping Prozesses dokumentiert werden. Alle Maps sollten außerdem folgende drei Anforderungen erfüllen:

  1. Personen, die in den Prozess des Mappings involviert sind, sollten dazu angehalten sein die Definitionen zu interpretieren und die Maps auf die gleiche Art und Weise durchzuführen. Die Festlegung einer Richtlinie und ihre konsequente Anwendung ist wichtig für den Mapping Prozess.
  2. Anwender der Maps müssen bei der Umsetzung und Implementierung unterstützt werden. Außerdem soll ihnen Auskunft darüber gegeben werden, wie sie die Codes implementieren können, damit ihre Geschäftsanforderungen erfüllt werden.
  3. Alle Maps sollen verständlich und reproduzierbar sein, damit Personen die nicht in der Entwicklung der Map involviert waren, in der Lage sind, diese nachvollziehen zu können.

Lizenzkosten

Es fallen keine Lizenzkosten an.[1]

Einzelnachweis

  1. ISO. Health informatics — Principles of mapping between terminological. ISO, 2013