IK

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Das Institutionskennzeichen (IK) dient der eindeutigen Identifizierung von Leistungserbringern im Wege der elektronischen Datenübermittlung oder maschinell verwertbarer Datenträger. Die Vergabe und Verwendung des IK ist im Februar 1979 von den Spitzenverbänden der Träger der Sozialversicherung vereinbart worden. Hierbei sind der bundeseinheitliche Aufbau des Kennzeichens sowie Vergabe und Abrechnungsverfahren festgelegt worden. Seit dem 01.01.1989 wird das IK nach §293 SGB V als offizielles Kennzeichen der Leistungsträger und Leistungserbringer im Schriftverkehr und für Abrechnungszwecke verwendet.[1]

Verwendungszweck

Alle am Abrechnungs- und Zahlungsverkehr beteiligten Institutionen und Personen wie z.B. Versicherungsträger, Einrichtungen des Gesundheitswesens, Abrechnungsstellen, Krankenhäuser usw. erhalten ein IK für die maschinelle Erledigung des Abrechnungsverfahrens und den Zahlungsverkehr. Das IK enthält folgende gespeicherte Daten:

  • Name der Institution
  • Berufs-/ Branchenbezeichnung (Art der Leistungsabrechnung)
  • Anschrift
  • Geldadresse des Inhabers
  • Gültigkeitsdatum, ab dem das IK bzw. eine Änderung der gespeicherten Daten gültig ist.

Endet die Beteiligung des Inhabers eines IK’s am Abrechnungsverfahren und Zahlungsverkehr im Bereich der sozialen Sicherung (z. B. durch Wegfall der Zulassung, Geschäftsaufgabe, Wechsel des Firmeninhabers) oder wird sie vorübergehend unterbrochen, so ist das Institutionskennzeichen stillzulegen. Das gleiche gilt bei Geschäftsverlegung in einen anderen Regionalbereich. Die zu einem Institutionskennzeichen gespeicherten Daten werden dann gelöscht. Die Vergabe und Stilllegung von Institutionskennzeichen sowie die Änderung von Namen, Anschriften und Geldadressen erfolgen auf Antrag durch die Institution oder Person, für die das IK verwendet werden soll. Werden jedoch einem Versicherungsträger Tatbestände bekannt, die zur Stilllegung, Löschung oder Stornierung eines Institutionskennzeichens führen müssen, kann dieser den Antrag von Amts wegen stellen. Vergabestellen für die am Verfahren beteiligten Träger der sozialen Sicherung sind die jeweiligen Spitzenverbände sowie die Knappschaft und die Bundesagentur für Arbeit für ihren Bereich. Für die Vertragspartner der Träger der sozialen Sicherung fungiert die ARGE•IK als Vergabestelle. Diese wurde durch die Spitzenverbände der am IK-Verfahren beteiligten Stellen gebildet.[2]

Aktuelle Version

Nicht versionisiert.

Internationale und nationale Verwendung

Alle Institutionen und Personen, die am Abrechnungs- und Zahlungsverkehr im Bereich der sozialen Sicherung in Deutschland beteiligt sind, erhalten ein IK. Dieses ist nach einheitlichen Kriterien aufgebaut und gilt für ganz Deutschland.

Aufbau (mit Beispielen)

Das IK besteht aus einer neunstelligen Ziffernfolge mit folgendem Aufbau:[3]

Abbildung 1: Aufbau Institutionskennzeichen
  • Klassifikation:
    Die Stellen 1 und 2 bezeichnen die Art der Institution oder die Personengruppe, welche der jeweilige Inhaber des IK’s angehört.
  • Regionalbereich:
    Die Stellen 3 und 4 bezeichnen den Regionalbereich. Für die überwiegende Zahl der Inhaber eines Institutionskennzeichens gilt die Gliederung nach Bundesländern in Übereinstimmung mit der amtlichen Statistik. Für die Zuordnung von Institutionen oder Personengruppen, deren Bereich sich über mehr als eine Region erstreckt, ist deren Hauptsitz maßgebend.
  • Seriennummer:
    Die Stellen 5 bis 8 enthalten die Seriennummer. Die Seriennummer dient grundsätzlich zur Unterscheidung der Inhaber von Institutionskennzeichen, deren Klassifikation und Region übereinstimmen.
  • Prüfziffer:
    Die Stelle 9 enthält die aus den Stellen 3 bis 8 errechnete Prüfziffer (also ohne Einbeziehung der Klassifikation). Die Berechnung erfolgt nach dem Modulo-10-Verfahren. Die Prüfziffer dient dazu, das IK gegen Schreib- und Drehfehler maschinell weitgehend abzusichern.

Lizenzkosten

Es fallen keine Lizenzkosten für das IK an.

Einzelnachweis

  1. Arge IK. Arge IK Rundschreiben. Abgerufen am 24. Juli 2013 von http://www.gkv-datenaustausch.de/media/dokumente/faq/Gemeinsames_Rundschreiben_IK_2012-04.pdf
  2. Arge IK. Arge IK Rundschreiben. Abgerufen am 24. Juli 2013 von http://www.gkv-datenaustausch.de/media/dokumente/faq/Gemeinsames_Rundschreiben_IK_2012-04.pdf
  3. Arge IK. Arge IK Rundschreiben. Abgerufen am 24. Juli 2013 von http://www.gkv-datenaustausch.de/media/dokumente/faq/Gemeinsames_Rundschreiben_IK_2012-04.pdf