IHE (ISO TR 28380)

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Es handelt sich um einen Technical Report von ISO TC215, erschienen im Jahr 2013.

Verwendungszweck

Es handelt sich um eine Familie von Standards zur Beschreibung des IHE-Arbeitsprozesses. Der Technical Report beschreibt die Einführung von ausgewählten Standards zur Unterstützung derjenigen Aufgaben, die vom elektronischen Informationsaustausch abhängig sind.

Des Weiteren beschleunigt er die weltweite Einführung von Standards mit dem Ziel der Interoperabilität zwischen Software-Anwendungen und verschiedenen Einrichtungen im Gesundheitswesen.

Aktuelle Version

Die aktuelle Version liegt in Form der Edition 1 vor und wurde 2014 veröffentlicht.

Internationale und nationale Verwendung

ISO TR 28380 findet internationale und nationale Anwendung.

Aufbau (mit Beispielen)

Die Beschreibung des IHE Prozesses umfasst einen Entwicklungsprozess und einen Bereitstellungsprozess.

Der Entwicklungsprozess (development process) geht in den Bereitstellungs-Validierungsprozess (deployment-validation process) über. Dieser aktiviert wiederum den Bereitstellungs-Produktionsprozess (deployment-production process) und schafft somit eine Interoperabilität in Implementierungsprojekten.

Abbildung 1: IHE Development and Deployment Process

Der Entwicklungsprozess beginnt mit einer Sammlung von dokumentierten Use-Cases. Daraufhin werden für den Use-Case relevante Standards identifiziert und eine technische Spezifikation erstellt.

Der Bereitstellungsprozess beginnt mit der Validierung des Prozesses. Er testet die Funktionalität des Profils und demonstriert seine Interoperabilität zwischen unabhängigen Systemen auf zahlreichen Testläufen, wie zum Beispiel dem Connectathon. Auf diesem Weg wird dem Entwickler eines IHE Profils ein benötigtes Mindestmaß an Interoperabilität gewährleistet.

Die IHE definiert vier Ebenen der Anforderungen an Interoperabilität bei der Erstellung eines Adoptions Prozesses.

  1. Business Use Case Level:
    Entspricht der Geschäftsansicht von IT-Systemen wie zum Beispiel „chronic disease management system“
  2. Interoparability Service Level:
    Definiert eine Reihe von verwandten Bedeutungen, um bestimmte Typen von Informationen auszutauschen.
  3. Integration and Content Profile Level:
    Dieser Level ist noch spezifischer als das Interoperability Service Level, um eine maximale Flexibilität bei der Umsetzung von Implementierungsleitfäden zu schaffen. Auf der Ebene des Integration and Content Profile Level ist die Konformitätsprüfung am anwenderfreundlichsten durchzuführen.
  4. Base Standard Level:
    Base Standards sind die Grundlagen, die die Erstellung von elementaren Dienstleistungen, Nachrichten und Dokumenten ermöglichen um alle eventuell vorkommenden Anwendungsfälle zu unterstützen.

Lizenzkosten

Es fallen keine Lizenzkosten an.[1]

Einzelnachweis

  1. ISO. Health informatics — IHE Global Standards Adoption Process — Part 1. ISO, 2013