ICF

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Die “International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF)“ wurde im Mai 2001 als Nachfolgerin der „International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps (ICIDH)“ herausgegeben. Die deutschsprachige Fassung der ICF lautet „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“. An der Erarbeitung der Inhalte beteiligten sich Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz [1].

Verwendungszweck

Grundlegendes Ziel der ICF ist die Bereitstellung eines standardisierten Vokabulars und eines Grundgerüsts zur detaillierten Beschreibung von Gesundheits- und mit Gesundheit zusammenhängenden Zuständen. Während Krankheiten und Gesundheitsstörungen innerhalb der WHO-Klassifikationen zum großen Teil in der ICD-10 klassifiziert werden, sind Behinderungen und Funktionsstörungen in der ICF klassifiziert. Durch diese Ergänzung zueinander sind Anwender aufgefordert, beide Klassifikationen gemeinsam zu verwenden[2].


Aktuelle Version

Zurzeit liegt die ICF in der Version 2017 vor [3].


Internationale und nationale Verwendung

Die ICF wird national und international als System zur Klassifizierung von Behinderungen und Funktionsstörungen eingesetzt [4].


Aufbau (mit Beispielen)

Der Geltungsbereich der ICF ist in Form von sogenannten „Gesundheitsdomänen“ und „mit Gesundheit zusammenhängenden Domänen“ definiert. Umstände, die nicht mit der Gesundheit im Kontext stehe, können durch diese Klassifikation nicht abgebildet werden. Weiterhin kann die ICD, trotz ihres Names, auf alle Menschen abgebildet werden, nicht nur auf Menschen mit Behinderungen.


Zusammenfassender Überblick über die Komponenten der ICF:

Komponente Beschreibung
Körperfunktionen Die physiologischen Funktionen von Körpersystemen (einschließlich psychologische Funktionen)
Körperstrukturen Die anatomischen Teile des Körpers, wie Organe, Gliedmaßen und ihre Bestandteile
Schädigungen Die Beeinträchtigungen einer Körperfunktion oder -struktur, wie z.B. eine wesentliche Abweichung oder ein Verlust
Aktivität Die Durchführung einer Aufgabe oder Handlung (Aktion) durch einen Menschen
Partizipation Die Teilhabe an einer Lebenssituation
Beeinträchtigungen der Aktivität Schwierigkeiten die ein Mensch bei der Durchführung einer Aktivität haben kann
Beeinträchtigungen der Partizipation Probleme, die ein Mensch beim Einbezogensein in eine Lebenssituation erlebt
Umweltfaktoren Die materielle, soziale und einstellungsbezogene Umwelt ab, in der Menschen leben und ihr Dasein entfalten.

[5]

Einzelnachweis

  1. DIMDI. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Abgerufen am 22. Mai 2018 von http://https://www.dimdi.de/static/de/klassi/icf/
  2. DIMDI. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Abgerufen am 22. Mai 2018 von http://https://www.dimdi.de/static/de/klassi/icf/
  3. DIMDI. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Abgerufen am 22. Mai 2018 von http://www.soziale-initiative.net/wp-content/uploads/2013/09/icf_endfassung-2005-10-01.pdf
  4. DIMDI. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Abgerufen am 22. Mai 2018 von http://www.soziale-initiative.net/wp-content/uploads/2013/09/icf_endfassung-2005-10-01.pdf
  5. DIMDI. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Abgerufen am 22. Mai 2018 von http://www.soziale-initiative.net/wp-content/uploads/2013/09/icf_endfassung-2005-10-01.pdf