GRAI

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Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Erscheinungsjahr

Der GRAI-Identifikationsstandard wurde von der GS1 Organisation speziell für wiederverwendbare Produkte oder Mehrwegtransportverpackungen (MTV) entwickelt. Er erleichtert die Verwaltung, Abwicklung und Verfolgung in der logistischen Kette und stellt ein wirksames Instrument für Inventurkontrollen dar. In Deutschland ist für die internationale Bezeichnung GRAI auch der Begriff MTV-Nummer geläufig.[1]

Verwendungszweck

Durch den GRAI-Standard lassen sich Mehrwegtransportverpackungen weltweit eindeutig identifizieren und rückverfolgen. Dies sind zum Beispiel Kunststoffpalletten oder Getränkekisten. Im Gesundheitswesen betrifft dies beispielsweise Patientenbetten.[2] Der Standard ist außerdem ein wirksames Instrument für Inventuren.[3]

Aktuelle Version

Nicht versionisiert.

Internationale und nationale Verwendung

GRAI als Standard der GS1 Organisation findet weltweite Anwendung.

Aufbau (mit Beispielen)

Der 13-stellige GRAI-Standard setzt sich aus der GS1 Basisnummer des Unternehmens, dem Behältertyp, der Prüfziffer und der optionalen Seriennummer zusammen. Der Behältertyp kennzeichnet zusammen mit der Basisnummer eine bestimmte Art von Mehrwegtransportbehältern und bleibt für alle identischen Güter gleich. Durch die optionale Seriennummer ist es möglich, eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Behältern innerhalb einer Art von Transportbehältern zu ermöglichen. Dieser Teil der Identnummer ist alphanumerisch variabel und mit bis zu 16 Stellen Länge definiert. Zum Zwecke der Platzersparnis und zugunsten einer Erhöhung der Lesesicherheit wird seitens GS1 Germany empfohlen, die Seriennummer rein numerisch mit höchstens acht Stellen Länge auszugestalten. [4][5]

Abbildung 1: Aufbau GRAI

Der GRAI-Standard wird durch den GS1-Application Identifier (AI) 8003 gekennzeichnet. Der Datenbezeichner "8003" erleichtert die Verwaltung, Abwicklung und Verfolgung dieser Behälter in der logistischen Kette und stellt ein wirksames Instrument für Inventurkontrollen dar. Die Darstellung kann im GS1-128 Strichcodesymbol, zunehmend aber auch im GS1 DataMatrix als auch über die RFID-Technik erfolgen, hier jedoch nur in Kombination mit der optionalen Seriennummer. [6][7]

Lizenzkosten

Bei der kostenpflichtigen Teilnahme eines Unternehmens am GS1 System bildet die GS1 Basisnummer die Grundlage zur Generierung von GRAIs.

Einzelnachweis

  1. GS1 Germany. Auto-ID-Kompendium. GS1 Germany GmbH, Köln, 2009
  2. GS1 Switzerland. Abgerufen am 24. April 2013 von http://www.gs1.ch/de/leistungsbereiche/identification-communication/standardisation/GS1-System/barcode-identification/GS1-ID-Keys/04-grai.php
  3. GS1 Germany. Abgerufen am 30. April 2013 von http://www.gs1-germany.de/gs1-standards/identifikation/transportverpackungen-grai/
  4. GS1 Community. Abgerufen am 25. Februar 2013 von http://www.gs1.org/docs/ecom/eCom_Standards_in_the_GS1_Community_2011.pdf
  5. GS1 Germany. Auto-ID-Kompendium. GS1 Germany GmbH, Köln, 2009
  6. GS1 Germany. Auto-ID-Kompendium. GS1 Germany GmbH, Köln, 2009
  7. GS1 US. GS1 US The global language of business. Abgerufen am 01. Mai 2013 von http://www.gs1us.org/resources/standards/grai