EANCOM

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Herkunft und Erscheinungsjahr

Der Standard EANCOM® ist ein Subset des UN/EDIFACT-Standards und wurde 1987 von der EAN Generalversammlung der G1-Organisaton entwickelt. GS1 ist eine weltweite Organisation, die sich mit globalen Standards befasst.

Verwendungszweck

EANCOM® hat seinen Ursprung in der Konsumgüterbrache und wird für den Austausch von Geschäftsdokumenten genutzt. Der Standard ist im Laufe der Zeit zum am weitesten entwickelten UN/EDIFACT-Subset geworden. Zudem wird er in weiteren Bereichen wie dem Gesundheitswesen, Elektrotechnik und Baumaterialhandel genutzt.

Aktuelle Version

Die aktuellste Version ist EANCOM® 2002. Die älteren EANCOM® 1997 und EANCOM® 1994 -Versionen werden jedoch weiterhin genutzt.[1]

Internationale und nationale Verwendung

Laut GS1 wird EANCOM® in 49 Ländern erfolgreich genutzt. Deutschlandweit nutzen 9.000 Firmen (Stand 2012) den GS1 Standard für ihre Kommunikation.[2] Die am weitesten verbreitete Version ist EANCOM® 1997. Im Jahre 1998 hat der Bundesverband Medizintechnik e.V. (BVMed) mit der Fachvereinigung Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik im Krankenhaus e.V. (femak) und der GS1 Germany die Fachgruppe EANCOM® im Gesundheitswesen ins Leben gerufen, um den Einsatz von Standards im Gesundheitssektor zu fördern.[3]

Aufbau (mit Beispielen)

Die EANCOM®-Nachrichten verfügen über ein Kopfteil, in dem die Austauschpartner angegeben werden und zusätzlich über ein Summenteil mit den kommutierten Werten. Zwischen den beiden Nachrichtenteilen befindet sich das Positionsteil, das nähere Informationen zu den Produkten/ Dienstleistungen enthält. Es wird als Datei Architektur die EDI-Architektur genutzt.

EANCOM® als Subset baut auf den weltweit verbreiten EDI-Standard UN/EDIFACT auf und nutzt dessen Syntax. UN/EDIFACT umfasst aktuell über 200 Geschäftsdokumente, die sich aus Bausteinen zusammensetzen. Die äußere Schicht enthält die Syntax. Hier wird Zeichensatz und die Trennzeichen bestimmt. Nachfolgend wird der Nachrichtentyp (z.B. Bestellung, Liefermeldung, Rechnung) bestimmt, der wiederum aus Segmenten wie typische Bestandteile von Geschäftsdokumenten (Kunde, Anschrift, Menge) besteht. Abschließend werden die eigentlichen Informationen in den Datenelementen (Codes) ausgedrückt.[4]

Abbildung 1: Aufbau EANCOM

Die am häufigsten verwendeten Nachrichtentypen sind ORDERS (Bestellungen), DESADV (Lieferavise) und INVOIC (Rechnung).[5]

Lizenzkosten

Eine Lizenz für EANCOM® gibt es nicht, es wird jedoch eine kostenpflichtige GTIN und GLN von GS1 benötigt.[6]

Einzelnachweis

  1. GS1 Germany. Abgerufen am 25. Februar 2013 von http://www.gs1-germany.de/gs-standards/datenaustausch/eancom/
  2. GS1 Community. Abgerufen am 25. Februar 2013 von http://www.gs1.org/docs/ecom/eCom_Standards_in_the_GS1_Community_2011.pdf
  3. GS1. GS1 Standards im Gesundheitswesen. GS1, Köln
  4. GS1. GS1 Standards im Gesundheitswesen. GS1, Köln
  5. GS1 Germany. Abgerufen am 25. Februar 2013 von http://www.gs1-germany.de/gs-standards/datenaustausch/eancom/
  6. GS1 Germany. Abgerufen am 25. Februar 2013 von http://www.gs1-germany.de/gs-standards/datenaustausch/eancom/