Alpha-ID: Unterschied zwischen den Versionen

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Tabelle 1: Tabelle 1 Bsp. Aplha-ID-Codes
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Aktuelle Version vom 9. Mai 2018, 11:03 Uhr

Herkunft und Erscheinungsjahr

2005 als Prototyp vom DIMDI herausgegeben, basiert die Alpha-ID auf dem Alphabetischen Verzeichnis zur ICD-10-GM.

Verwendungszweck

Die Alpha-ID ermöglicht eine Codierung medizinischer und alltagssprachlicher Diagnosebezeichnungen, stellt also Diagnosecodes zur Verfügung. Jedem Eintrag des Alphabets ist eine fortlaufende, stabile, nichtsprechende Identifikationsnummer zugeordnet: der Alpha-ID-Code. Er identifiziert den Eintrag eindeutig und übernimmt somit die Funktion eines nichtklassifizierenden Codes für eine konkrete Diagnose. In der Alpha-ID sind alle Synonyme und jede einzelne Krankheitsbezeichnung aus dem Alphabetischen Verzeichnis als eigenständige Bezeichnung zugelassen. Im Gegensatz zum Alphabetischen Verzeichnis zur ICD-10-GM ist die Alpha-ID kumulativ: Einträge, die im Rahmen des Pflegeverfahrens zur ICD-10-GM gestrichen werden, bleiben entsprechend gekennzeichnet in der Alpha-ID erhalten. Mit der aktuellen Version der Alpha-ID können daher auch Identifikationsnummern entschlüsselt werden, die sich auf frühere Einträge beziehen. Die Identifikationsnummern der Alpha-ID sind im Gegensatz zu den ICD-10-GM-Codes stabil. In der Alpha-ID gibt es zu jedem Eintrag zwei Codes: die eindeutige Identifikationsnummer und den zugehörigen ICD-Code. Durch neue Erkenntnisse in der Medizin oder durch Umstrukturierungen der ICD-10-GM kann sich der ICD-Code für einen bestimmten Eintrag ändern. Eine einmal vergebene Alpha-ID bleibt dagegen für immer unverändert mit ihrem Eintrag verknüpft. Gegenüber dem Alphabetischen Verzeichnis fehlen in der Alpha-ID die Verweisdaten, also alle Einträge mit einem "s." oder "s.a.".Die Alpha-ID ermöglicht somit eine bundesweit einheitliche Diagnosecodierung, die in der elektronischen Kommunikation verwendet werden kann.

Aktuelle Version

Die aktuelle Version ist die des Jahres 2016.

Internationale und nationale Verwendung

Die Codes der internationalen Klassifikation der Krankheiten, ICD-10-GM, werden in erster Linie für Entgeltsysteme (G-DRG), Qualitätssicherung und statistische Zwecke (Epidemiologie) genutzt. Für die medizinische Dokumentation, Kommunikation und die elektronische Unterstützung von therapeutischen Entscheidungen werden Codes benötigt, die mehr Detailinformationen enthalten. Die Nutzung der ICD-10 anhängigen Alpha-ID dient demnach primär der Verbesserung der elektronischen Kommunikation von Gesundheitsdaten und dem Ziel der semantischen Interoperabilität.

Aufbau (mit Beispielen)

Für den ICD-10-GM-Code "L30.8 Sonstige näher bezeichnete Dermatitis" gibt es im Alphabetischen Verzeichnis ca. 30 Einträge, die alle mit L30.8 verschlüsselt werden. In der Alpha-ID erhält jeder dieser Einträge einen eigenen Alpha-ID-Code, wie die nachfolgenden vier Einträge:



Alpha-ID-Code ICD-10-GM-Kode Eintrag
I6158 L30.8 Ichthyosiformes Ekzem
I6159 L30.8 Nässendes Ekzem
I6154 L30.8 Nässender Nabel
I6142 L30.8 Trockenes Ekzem

Tabelle 1: Bsp. Aplha-ID-Codes



Die Alpha-ID repräsentiert die vollständige Information des jeweiligen Eintrags, ist aber in der elektronischen Kommunikation leichter austauschbar als nichtstandardisierter Klartext. Sie bietet damit Diagnosecodes für mehr als 75.000 differenzierte Diagnosebezeichnungen, denen jeweils auch der passende ICD-10-GM-Code zugeordnet ist.

Lizenzkosten

Die Alpha-ID 2016 ist als EDV-Fassung (CSV) im DIMDI Webshop für 20 Euro erhältlich. Ab Mitte 2016 ist die Version 2016 kostenfrei (DIMDI, 2016). Vorgängerversionen sind kostenfrei.

Einzelnachweis